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Bassanlage

Wissenswertes

Wenn ich an meine Anfänge als Bassist zurückdenke, kann ich es manchmal kaum fassen. Teuer war das Zeug. Für einen jungen Musiker, wie mich, damals nicht bezahlbar.

Um Geld zu sparen, mussten zu Beginn also selbst gebaute Boxen herhalten, die mal mehr oder weniger "gut" klangen. Ähnlich verhielt es sich mit Bausätzen von Verstärkern, deren Transistoren und Elkos ich in regelmäßigen Abständen zum Verdampfen brachte !

Was den Klang einer Bassanlage betraf, so waren die damaligen Meinungen geteilt. Dumpfes Herumdröhnen, oder eher knackig und hart? Ich gehörte ganz klar der zweiten Fraktion an. Doch leider war diese Zeit auch von viel Naivität und mangelndem Wissen geprägt. Hauptsache aus den Boxen kam "unten herum" irgend etwas verwertbares, möglichst laut, heraus. Ich kann bestätigen, dass es tatsächlich funktionierte. Die Ansprüche waren nun mal nicht so hoch wie heute.

Glücklicherweise hat sich die Situation für uns Bassisten in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert. Die Auswahl ist groß, und die Preise sind auf ein vertretbares Maß gesunken. Jeder wird etwas passendes finden. Je nach Anspruch und Geldbeutel. Die Zeiten für selbst gebautes Equipment sind schon lange vorbei.

Einen großen Fortschritt gab es nochmals durch die Entwicklung leichter Class-D Endstufen. Heute bin ich mit Verstärkern unterwegs, die deutlich weniger als 5 kg auf die Waage bringen, dabei aber eine stattliche Leistung von satten 1000 Watt RMS abliefern. Ob man das wirklich braucht, sei jetzt mal dahingestellt. Aber auch der Einsatz von Neodym, einem besonders leichten Magnetmaterial für Lautsprecher, möchte ich nicht unerwähnt lassen.

Auch wenn die Zeiten früher sehr spannend waren, so trauere ich ihnen doch in keinster Weise nach !

für die Bühne

Zwei kleinere Boxen im Kofferraum zu verstauen ist einfacher, als eine einzelne große Box. Deshalb bin ich auf eine NEO 212 und eine NEO 115 des Herstellers GALLIEN KRUEGER umgestiegen. Meinen bewährten Bassverstärker BUGERA VEYRON M benutze ich weiter.

Ich muss schon sagen, dass diese Kombination eine Hausnummer für sich ist. Druck ohne Ende und klanglich voll überzeugend. Und das alles bei überraschend geringem Gewicht.

für den Proberaum

Es ist erstaunlich, welche Leistung die beiden EDEN EX112 Bassboxen abliefern. Diese Boxen benutze ich seit 2013. Gewiss, extreme Tiefbässe darf man nicht erwarten, doch dafür setzt sich der Ton sehr gut durch. Kompakt sind sie zudem auch noch.

Die EDEN EX112 benutze ich fast nur im Proberaum, oder auf kleineren Bühnen. Zusammen mit meinem tc electronic BQ500 Bassverstärker geht auch dort ordentlich die Post ab.

Verstärker

tc electronic BQ500

Der Amp aus dem Hause tc electronic ist ein kompaktes und sehr leichtes (nur 2,3 kg) Topteil. Die Leistung von 500 Watt RMS sollte eigentlich für jeden Einsatz ausreichen. Ich benutze ihn bevorzugt für den Proberaum. Gleichzeitig ist er aber auch mein Backup-Amp.

Zusammengefasst finde ich es erstaunlich, wieviel Bassvestärker man heutzutage für sein Geld bekommt. Die Klangqualität lässt ebenfalls keine Wünsche offen.

Bugera VEYRON M

Mein BUGERA VEYRON M hat sich im realen Bühnenbetrieb bestens bewährt. Und es ist beinahe unglaublich, welch ein gewaltiger Output sich damit realisieren lässt. Das Modell ist nämlich mit 2000 Watt Peakleistung angegeben.

Nein, es ist nicht nur die Lautstärke, das können andere auch, sondern es ist die Definition des Tones. Der BUGERA geht straff, aufgeräumt und ausgesprochen dynamisch zu Gange. Deutlich hörbar, gerade bei höheren Pegeln. Der VEYRON klingt immer lebendig und verhält sich so, als ob im Signalweg irgendwo eine Röhre vor sich hin werkeln würde. Tut es aber nicht. Es ist alleinig der sehr gelungenen Mosfet-Vorstufe zu verdanken.

Eine stabile Frontplatte beinhaltet alle Regelmöglichkeiten, die ein Bassist von heute so braucht. Die Klangregelung sollte niemanden vor Probleme stellen, der mit Verstärkern von AMPEG bereits vertraut ist. Sie ist effektiv und selbsterklärend aufgebaut.

Der Amp verrichtete bisher immer brav seinen Dienst. Und bei der Verarbeitung gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln. Der VEYRON fühlt sich wertig an, und die Potis arbeiten angenehm geschmeidig. Auch die rückseitigen Anschlüsse lassen nichts vermissen.

Zusammengefasst ist der BUGERA ein toller Bassverstärker der, in Anbetracht seines Preises, wirklich hervorragendes leistet. Eine klare Kaufempfehlung von meiner Seite!

Lautsprecher

Gallien Krueger Neo Serie

Die NEO SERIE des Herstellers GALLIEN KRUEGER darf man ruhigen Gewissens jetzt schon als echte Klassiker bezeichnen. Bereits bei ihrem Erscheinen sorgten diese Lautsprecher für Aufsehen und legten die Messlatte für die Konkurrenz ein ganz schönes Stück höher.

Wie der Name bereits aussagt, werden hier Lautsprecher mit kräftigen, aber leichten, Neodym-Magneten verbaut. Außerdem wurde bei der Konstruktion der Gehäuse auf ein möglichst geringes Gewichts geachtet, ohne dass die Stabilität darunter leidet. Ich darf feststellen, dass dieses Konzept voll aufgegangen ist. Diese Boxen sind zurecht auf vielen Bühnen dieser Welt vorzufinden. Sie haben sich, über die Jahre hinweg, bestens bewährt. Die Verarbeitung ist top, der Klang und der Schalldruck beeindruckend.

Ich setze jeweils eine NEO 212 (600 Watt RMS) und, als Ergänzung, eine NEO 115 (400 Watt RMS) ein. Zusammen ergibt das ein donnerndes Besteck, das alles zum Beben bringt. Das ist auch der Grund, weshalb in kleineren Räumlichkeiten die Leistung der NEO 212 alleine vollkommen ausreicht.

Peripherie

Tech 21 Bass Fly Rig

Dieses Teil kann ich nur als oberamtlich bezeichnen. Seit Jahren setzt Tech 21 die klanglichen Maßstäbe für Bassisten.

Der Bass Fly Rig arbeitet mit bewährter analoger Technik. Logisch, das ein vollwertiger SansAmp integriert ist, der den beliebten Ampeg-Klang sehr gelungen reproduziert. Nie wieder schwere Verstärker und Boxen schleppen.

Doch der Bass Fly Rig kann noch wesentlich mehr. Ein Octafilter, Chorus, und Kompressor sind ebenfalls mit an Bord. Ebenfalls ein Stimmgerät mit Mute-Schaltung. Selbstverständlich ist auch ein hochwertiger DI-Ausgang vorhanden. Ich schätze diesen Bodentreter sehr, da er alles in hoher Qualität bietet, was ich als Bassist benötige.

ZOOM B1on

Nachdem ich eine längere Zeit mit analogen Fußpedalen unterwegs war, kehrte ich 2015 wieder zu einem digitalen Multieffektgerät zurück. Das ZOOM B1on benutze ich jedoch nur zum Üben, direkt an meinem Studio-Montoren.

Das B1on spielt klanglich ordentlich mit und ist vom Sound her in Ordnung, besonders wenn man den niedrigen Preis berücksichtigt.

Eine AD/DA-Wandlung mit 24 Bit und ein sehr schneller DSP lässt nur wenig Schwächen erkennen. Als Zugabe ist außerdem noch ein sehr guter Tuner implementiert. Dabei ist diese Effektpedal zum Preis eines Tuners zu erwerben. Ist auch nicht übel, besonders für Sparfüchse.

Shure GLXd16 - Wireless System

Das 2,4 GHz Band wird immer voller. Nachdem mein Wireless System von LINE6 aus diesem Grund zunehmend Probleme machte, wurde es für eine Neuanschaffung Zeit.

Ich habe mich für das SHURE GLXD16 entschieden. Zur Zeit dürfte es wohl die zuverlässigste Funkanlage in seinem Bereich sein. So sucht das GLXD16 zum Beispiel im Hintergrund immer die besten Kanäle und schaltet (unhörbar) automatisch um. Eine hohe Betriebssicherheit ist somit gewährleistet.

Der Sender wird mit einem austauschbaren Lithium-Ionen Akku betrieben, welcher bis zu 16 Stunden durchhält. Dieser Akku kann, direkt am Sender, über ein normales USB-Kabel geladen werden. Der Ladestatus der Senders wird im Display des Empfängers detailliert und immer gut ablesbar angezeigt. Außerdem ist ein schnelles und sehr genaues Stimmgerät integriert, welches zusätzliche Optionen bereit hält.

Bei dem von SHURE mitgelieferten Stromversorger funktioniert alles wunderbar. Beim Einsatz von Mehrfachnetzteilen für Pedalboards jedoch, kann ich nur raten, eines mit einem zusätzlichen 12 Volt AC Ausgang und mindestens 250 mA Leistung zu verwenden. Obwohl SHURE angibt, dass der Empfänger auch mit 9 Volt DC betrieben werden kann, sorgte dies bei mir für Störgeräusche.

Die Bauqualität ist vorbildlich. Der Empfänger sowie der Sender sind in stabilen Metallgehäusen untergebracht. Und das wichtigste überhaupt: Es klingt wie mit einem guten Kabel. Dynamisch und glasklar. Latenzen sind für mich nicht wahrnehmbar.

Trotz der Problematik mit Fremdnetzteilen, überzeugt mich das SHURE GLXD16 auf ganzer Linie. Das ist ein kein Spielzeug, sondern ein professionelles Werkzeug. Gewiss, das SHURE ist nicht gerade ein Schnäppchen, doch dafür erhält der Käufer ein durchdachtes, praxistaugliches und zuverlässiges Gesamtpaket.